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Mutterzungen
Was geht verloren wenn eine Sprache verschwindet?
Ko-Produktion mit Gessnerallee Zürich und Frascati Theater Amsterdam I Premiere Mai 2026
Eine intime, poetische Begegnung zwischen drei Sprecher*innen bedrohter Sprachen im Dunkeln.
Was macht Sprache lebendig – und wo beginnt Verstehen?
Eine Bamum-Shüpamom sprachige Linguistin, ein*e rätoromanisch-sprechende*r Autor*in und eine sorbisch-sprechende Sprachaktivistin begegnen sich in einem Raum aus Kissen, Stimmen und Erinnerungen. Im fliessenden Wechsel zwischen verschiedenen Sprachen, Übersetzungen und Unübersetzbarem denken sie gemeinsam über Verlust und Weitergabe, über Sprache als Widerstand und Möglichkeitsraum nach.
Das Publikum liegt, ähnlich einer gemeinsamen Übernachtung, mitten im Gespräch, wo Sprache nicht als reines Verständigungsmittel erscheint, sondern als Klang, Beziehung und gelebte Praxis. Achtsames Zuhören jenseits von sprachlichem Verstehen wird zur gemeinsamen Erfahrung.
Ein Theaterabend, der in den Zwischenräumen der Übersetzungen entsteht. In verschiedenen Lautsprachen. Ohne Übertitelung.
Konzept, Künstlerische Leitung: Rebekka Bangerter
Künstlerische Mitarbeit & Performance: Asa Hendry, Solange P. Molu, Felicia Touvenot
Text: Asa Hendry, Solange P. Molu, Felicia Touvenot, Rebekka Bangerter
Dramaturgie: Hayat Erdoğan / Henriette Festerling
Szenografie und Kostüme: Franca Manz
Sounddesign und Komposition: Dominic Röthlisberger
Lichtdesign und technische Leitung: Lukas Sander
Grafik: Matthias Nüesch
Beratung und Künstlerische Mitarbeit Audiodeskription: Lenthe Basant
Mitarbeit Audiodeskription und Sprecherin Audiodeskription: Julia Skof
Produktion: Rebekka Bangerter / Asa Hendry
Interviews und Stimmen: Madlenka Šołćic, Marija Šołćic, Regina Šołćic, Gianna Olinda Cadonau, Paul Caduff, Werner Carigiet und weitere
In Koproduktion mit: Gessnerallee und Frascati Producties.
Mit herzlichem Dank an:
Übersetzerhaus Looren, HIGA! Gasteiz, YEN, Juliana Matthew, Mariona Miret, Nina Postma, Quadriye Yildiz, Amin El-Didi, Anna Feliu, Bharathi Mayandi Franaszek, Denise Ledermann, Hevin Karakurt, Julia Büsser, Ulysse Berdat, Viktoria Mytsyk
HORROR VACUI
- eine live getippte performance in kollaboration mit einer AI
DAS Theatre, Amsterdam I Theater Monty, Antwerpen
2023
Der Vorhang öffnet sich. Ein Cursor blinkt auf einem leeren Bildschirm. Nur das Klicken der Tastatur durchbricht die Stille, während wir uns auf einen sinnlichen Spaziergang durch den Wald begeben.
Rebekka schreibt eine neue Performance. Doch während sie noch tippt und nachdenkt, haben textgenerierende KI ihren Weg in unseren Alltag gefunden und erstellen mehr und schneller Text als sie. Die Produktion von Text ist posthuman geworden.
Können wir es uns im zeitalter permanenter technologischer Updates noch erlauben, uns zu verirren und zwischen den Zeilen zu lesen?
Inspiriert von techno-feministischen Perspektiven und Schreibstrategien lädt horror vacui zu einer humorvollen, poetischen und kritischen Reise durch die Verschränkung von Mensch, Text und Maschine ein - von weiblichen Schreibmaschinen, sexualisierten Sprachassistentinnen bis zu körperlosen KIs.
Welche Realität schreiben wir mit den Werkzeugen, die wir erschaffen? Wer schreibt alls mit? Und wer macht die Arbeit im Hintergrund? Und wer arbeitet hier für wen?
Ein Abend über die Macht der Sprache, Autorschaft und Kreativität, zwischen bearbeiteten und gelöschten Gedanken, dominierenden Datensätzen, kollektiver Vorstellungskraft und unserer eigenen körperlichen Präsenz.
Premiere Oktober 2023, Theater Monty Antwerpen
Research Phase: DAS Theatre, 2022 / 2023
Konzept / Text / Performance: Rebekka Bangerter
Dramaturgie: Henriette Festerling
Szenografie und Licht Design: Hendrik Walther
Mentoring: Joachim Robbrecht
Oeil Exterieur: Emke Idema
Kostüme Beratung: Daphne De Winkel
Beratung Isadora: Chun Shing Au / Jimmy Grima
Technischer Support: Durante Van Kuijk
Mit besonderem Dank an Edit Kaldor
© rebekka bangerter

